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Umsatzkostenverfahren (GuV)


Das Umsatzkostenverfahren stellt Umsatzerlöse und erbrachte Leistungen gegenüber. Das Verfahren dient zur Erfolgsermittlung innerhalb einer definierten Periode.
Beim sogenannten Nettoverfahren werden dabei bei den unterschiedlichen Aufwands- bzw. Kostenarten die Beträge für die Herstellung von Bestandsmehrungen an selbsterstellten Anlagen sowie an Halb- und Fertigprodukten, die verwendet werden, ausgegrenzt.
Die Gliederung des Umsatzkostenverfahrens erfolgt nicht nach der Art des Aufwands, wie beispielsweise Abschreibungen, Personal oder Material, sondern orientiert sich ausschließlich an den tatsächlichen Funktionsbereichen wie Vertrieb, Verwaltung und Herstellung.

Gliederung der Aufwandsarten nach § 275 HGB.

Umsatzerlöse:

+/-     Erhöhung bzw. Verminderung Bestand fertige/unfertige Erzeugnisse
+     Eigenleistungen
+     betriebliche Erträge
=     Gesamtleistung
-    Materialaufwand
-    Personalaufwand
-    Abschreibungen
-    Sonstige betriebliche Aufwendungen
= Betriebsergebnis.

+     Erträge aus Beteiligungen
+     Erträge aus Wertpapieren sowie Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
+     sonstige Zinsen und Erträge
-    Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens
-    Zinsen bzw. ähnliche Aufwendungen
-    +/- Steuern vom Einkommen und Ertrag
= Ergebnis nach Steuern.


-    +/- sonstige Steuern
= Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag.

Kostenrechnung.

Die Kostenrechnung ermöglicht die Festsetzung des Umsatzergebnisses ohne Berücksichtigung von Bestimmungsgrößen neutraler bzw. betriebsfremder Ergebnisse. Vereinfacht ausgedrückt wird vom Bruttoumsatz die Erlösschmälerung abgezogen, um auf einen Nettoerlös zu kommen. Von diesem werden die Selbstkosten abgesetzter Erzeugnisse subtrahiert und das Betriebsergebnis gebildet.

Jahresabschluss.

Das Umsatzkostenverfahren wird im Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft durch eine Staffelform für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermittelt. Diese ist genauso zuverlässig wie das Gesamtkostenverfahren.

Vorteile des GuV.

Im Gegensatz zum Gesamtkostenverfahren erlaubt das Umsatzkostenverfahren durch die Gliederung in Verantwortungsbereiche konkrete Informationen, wie hoch die produktionswirtschaftliche Ertragskraft liegt. Bei einer internen Differenzierung nach Produkten oder einzelnen Geschäftsbereichen ist daher die Aussagekraft höher und ermöglicht eine zielorientierte Führung des Unternehmens.

Allerdings gelingt eine eindeutige Abgrenzung zwischen den Kosten für Vertrieb, Verwaltung und Herstellung nicht immer. Das erschwert mitunter den zwischenbetrieblichen Vergleich einer Aufwandsstruktur, was Bilanzen, die veröffentlicht werden, mitunter entgegenkommt.

In den meisten Unternehmen ist die sogenannte Cost-of-Goods-sold- oder Cost-of-Sales-Method, wie das Umsatzkostenverfahren auch bezeichnet wird, im internationalen Vergleich deutlich bewährter. Das US-GAAP schreibt dieses Verfahren for, das IAS erlaubt das Umsatzkosten- sowie das Gesamtkostenverfahren anzuwenden. Innerbetrieblich kommen oftmals beide Verfahren zum Einsatz, wenn die Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine kurzfristige Erfolgsrechnung wie eine Kostenträgerrechnung durchgeführt werden. Vor allem, weil das Umsatzkostenverfahren keine aufwändige Inventur verlangt, um die Bestandsveränderungen festzustellen.

Nachteile des GuV.

Viele Unternehmen sehen vom Einsatz eines Umsatzverfahrens ab, da die Integration in die doppelte Buchhaltung nur in Kombination mit weiteren Statistiken möglich ist. Zudem wird eine Kostenstellenrechnung vorgeschrieben. Gemäß § 275 HGB dürfen beide Verfahren, Umsatz- und Gesamtkostenverfahren, angewendet werden. Jedoch ist vorgeschrieben, dass beim Umsatzkostenverfahren zusätzlich der Material- und Personalaufwand im Anhang angegeben wird. Im Konzernabschluss ist lediglich die Angabe des Personalaufwands erforderlich.

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